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UVN: Mit Reformpaket den gordischen Knoten durchschlagen

2. Juli 2026

Die Bundesregierung hat ein umfassendes Reformpaket vorgestellt.

  • Echtes Umdenken beim Bürokratieabbau
  • Klares Bekenntnis zum Industriestandort
  • Wichtiges Signal für Vertrauen und Zuversicht – trotz fehlender Arbeitszeitflexibilisierung und weiterhin hoher Lohnnebenkosten

Benedikt Hüppe, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), zum Reformpaket der Bundesregierung: „Die Bundesregierung hat eine wirkliche Reformagenda vorgelegt und damit den gordischen Knoten durchschlagen. Seit Jahren fordern wir genau diese Schritte. Jetzt liegt erstmals eine umfassende Reformagenda auf dem Tisch, die Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau und Industriepolitik zusammen denkt.

Besonders beim Bürokratieabbau sehen wir ein echtes Umdenken: Künftig wird nicht mehr nur geprüft, welche Vorgaben gestrichen werden können, sondern welche Anforderungen überhaupt noch notwendig sind. Das ist der richtige Ansatz und kann für viele Unternehmen eine spürbare Entlastung im Arbeitsalltag bedeuten.

Gleichzeitig ist das klare Bekenntnis zum Industriestandort Deutschland und Niedersachsen ein wichtiges Signal. Unsere niedersächsischen Schlüsselindustrien sichern Wertschöpfung, Beschäftigung und stabile Lieferketten. Dass Branchen wie Automobilindustrie, Maschinenbau, Chemie, Stahl, Energie und Logistik ausdrücklich in den Blick genommen werden, gibt Orientierung und schafft Vertrauen.

Neben den konkreten Maßnahmen hat das Reformpaket auch eine wichtige psychologische Wirkung. Es zeigt: Die Herausforderungen werden erkannt und entschlossen angegangen. Das stärkt Vertrauen und Zuversicht in der Wirtschaft.

Klar ist aber auch: Wichtige Punkte bleiben offen. Die Flexibilisierung der Arbeitszeit, vor allem der Wechsel zu einer Wochenhöchstarbeitszeit, fehlt weiterhin. Auch bei den Lohnnebenkosten gibt es kurzfristig keine spürbare Entlastung. Die Sozialabgaben bleiben zu hoch. Zusätzliche Belastungen bei höheren Einkommen können gerade Unternehmerinnen und Unternehmer im Mittelstand treffen und damit Investitionen erschweren.

Entscheidend ist jetzt die Umsetzung. Die angekündigten Entlastungen müssen schnell, konsequent und unbürokratisch bei den Unternehmen ankommen. Nur dann kann das Reformpaket seine volle Wirkung für mehr Wettbewerbsfähigkeit entfalten.“

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